Samstag, 19. August 2017

Ein paar Gedanken von mir...

Heute möchte ich nur niederschreiben, was mir in den letzten Tagen so durch den Kopf gegangen ist, verfeinert mit ein paar Bildern meiner beiden Chihuahuas (die zwar überhaupt nicht zum Thema passen, aber einfach zuckersüß sind). 


Und zwar ist es so, dass ich bei einer familiengeführten, mittelständischen Spedition in der Rechnungsabteilung arbeite. Da die Mitarbeiterzahl überschaubar ist (zumindest im Büro), spricht der Chef mich auch immer mal wieder auf andere Aufgabenbereiche an und lässt mich aushelfen, mitarbeiten und mitdenken. In dieser Branche kämpfen wir mit so einigen Dingen: den Dieselpreisen, den Mautgebühren, dem Verfall der Rheinbrücken, der uns ständig zwingt Umwege zu fahren, und vor allem den fehlenden Nachwuchs. 
 
Ich arbeite hier mit Männern zusammen, die diesen Job lieben (oder auch lieben gelernt haben), die diesen Job mit einer Leidenschaft verrichten, die ich bisher in keinem Bürojob erlebt habe. Aber diese Männer haben alle eins gemeinsam: die Rente ist nicht mehr fern. Es geht ein Fahrer nach dem anderen in Rente. Einer nach dem anderen verlässt das Unternehmen. Und für uns wird es immer brenzliger, denn Nachwuchs gibt es bei weitem nicht genug. Wir suchen immer auf diversen Plattformen nach Fahrern. Ich beispielsweise bin mittlerweile in mehreren Facebook-Gruppen, in denen es nur um Jobangebote für LKW-Fahrer geht, aber die Interessenten fehlen einfach. Wer möchte heutzutage LKW fahren?
 
Mehrere Tage unterwegs sein, im LKW schlafen, an Raststätten duschen, getrennt von Familie und Freunden, unstetige Arbeitszeiten, die sich jederzeit durch Staus und Wartezeiten bei diversen Kunden um Stunden verlängern können, stundenlang allein im Führerhaus auf den Straßen, auf denen man von anderen Fahrern beschimpft und gehasst wird. Ja, ich frage mich wirklich, warum möchte bloß niemand diesen Job machen… Ferner ist es so, dass dieser Beruf in der Gesellschaft so ziemlich verpönt ist. Ich meine jetzt mal ganz ehrlich, welches Bild habt ihr vor Augen, wenn ihr an einen LKW-Fahrer denkt? 
 
Und so kommt es, dass die einzigen, die sich für so einen Job bewerben, Menschen sind, die einfach keine Chancen mehr auf dem Arbeitsmarkt haben. Und so hart es vielleicht auch klingt, aber auch wir haben Ansprüche. Unsere Fahrer müssen deutsch können. Sie müssen die Lieferscheine lesen und verstehen. Sie müssen sich bei den Kunden verständlich machen. Und ob ihr es glaubt oder nicht, an dieser einen Bedingung scheitern viele Bewerber. 


Nun sprach mein Chef mich vor ein paar Tagen an und bat mich, mir ein Projekt anzusehen, das in Planung ist und zu dem wir eingeladen wurden. Ich umreiß es mal ganz grob: Ein Herr Professor möchte 150 „alternative Bewerber“ (gescheiterte Existenzen, Schulabbrecher, Flüchtlinge) 2 Jahre lang für einen Job „vorqualifizieren“. Das soll so aussehen, dass diese Menschen nach den Vorstellungen, der teilnehmenden Unternehmen, geschult werden, unterbrochen durch Kurzpraktika in den Unternehmen. Ziel des Projektes ist es 12 Ausbildungsverträge abzuschließen. Von den teilnehmenden Unternehmen sollte jeweils ein Mitarbeiter 9 Stunden pro Woche dem Projekt zur Verfügung gestellt werden und das 2 Jahre lang. Ich habe meinem Chef davon abgeraten. 

Nun stellte sich aber natürlich die nächste Frage: Wenn ich dieses Projekt ablehne, welche Alternativen fallen mir ein? Wie kann man diesen Beruf attraktiv machen? Wie kann man den Nachwuchs erreichen? Der Herr Professor hatte in seinem Skript den Begriff „Generation Z“ erwähnt. Ich selbst gehöre laut meinem Geburtsjahr zur Generation Y, aber die Generation Z war mir bis dato unbekannt. Also habe ich mal gegoogelt und möchte mein Verständnis von der Generation Z mal so zusammenfassen: Der Beruf ist nur noch Mittel zum Zweck. Die Generation möchte finanzielle Sicherheit, geregelte Arbeitszeiten, unbefristete Jobs und das alles um sich ein erfülltes Privatleben zu ermöglichen. Niemand glaubt mehr an die Selbstverwirklichung im Job, die meiner Generation noch als Köder für die Karriere diente. 
 
Und ich muss sagen, ich persönlich habe auch diese Vorstellung vom Beruf. Deshalb arbeite ich in der Rechnungsabteilung. Ich habe einen unbefristeten Vertrag und mein festes Gehalt. Ich habe feste Arbeitszeiten und kann so zum Beispiel jeden Tag in der Mittagspause mit meinen Hunden Gassi gehen. Mit meinem Lebenslauf könnte ich die Karriereleiter weiter hoch klettern, aber im Moment ist mir diese Stabilität im Leben wichtiger als die Karriere. (Das Bedürfnis nach Stabilität und Sicherheit in der heutigen Zeit ist ein Thema über das ich auch weit ausholen könnte, aber das tu ich vielleicht mal an anderer Stelle.) 
 
Die nächste Generation Arbeitnehmer bringt also Bedürfnisse mit, die sich mit dem Beruf des Kraftfahrers nicht wirklich vereinbaren lassen. Wo nehmen wir unseren Nachwuchs also her? Ich habe meinem Chef vorgeschlagen an die Schulen im Umkreis zu gehen. Dort unseren Betrieb und die von uns ausgebildeten Berufe vorzustellen. Den Schülern erst einmal nur zu zeigen: Hier sind wir und das machen wir! Er hat den Vorschlag angenommen und so werde ich das nächsten Monat auch schon in die Tat umsetzten. Ich kann natürlich noch nicht sagen, was dabei herauskommt, aber es ist ein erster Schritt.
 
 

Donnerstag, 8. Juni 2017

Kiko 32 Lime Green


Hallo Mädels! Heute möchte ich euch einen Lack von Kiko zeigen. Lime Green habe ich lackiert, weil ich endlich Lust auf einen Sommerlack hatte und was ist? Das Wetter ist richtig bescheiden. Es ist richtig kalt geworden und der Wind ist unerträglich. So hatte ich mir meinen Urlaub nicht vorgestellt... Aber kommen wir wieder zum Lack.


Lime Green ist ein helles Grün mit einem großen Schuss Gelb. Die Limette ist da wirklich gut getroffen. Das Finish ist ein einfaches Creme Finish. Gedeckt hat der Lack nicht ganz so gut. Hier auf den Bildern seht ihr zwei dünne Schichten. Je nach Blickwinkel wäre eine dritte Schicht aber nicht schlecht gewesen. 


Lackieren ließ sich der Lack recht gut. Die Konsistenz des Lackes ist genau richtig und auch der Pinsel gefällt mir (anders als bei den Smart Nail Lacquers von Kiko). Er ist breit und vorne abgerundet. Mittlerweile findet man ja überall diese Pinsel und ich habe mich daran gewöhnt. Für mich könnten die Pinsel ja immer noch ein wenig schmaler sein, aber gut.


Getrocknet ist der Lack ziemlich zügig. Allerdings kann ich euch noch nicht sagen, wie gut er hält, denn ich trage ihn erst einen Tag. Aber alles in allem ist es ein ganz guter Lack. Auch wenn ich dem alten Sortiment von Kiko immer noch nachtrauer.

Montag, 5. Juni 2017

trend IT UP "Satin Nudes" 010


Hallo, ihr Lieben! Mir ist vorhin eingefallen, dass ja schon wieder ein Monat um ist und ich euch meine Neuen zeigen könnte. Aber zwischen den New In Post's wäre es vielleicht gut, euch auch mal einen Lack auf den Nägeln zu zeigen. Daher zeige ich euch heute erst einmal, wie es im Moment auf meinen Fingern aussieht. Ich bin zur Zeit nicht ganz up to date, deshalb weiß ich nicht, ob die Satin Nudes von trend IT UP limitiert sind oder zum Standardsortiment gehören. Sie standen auf jeden Fall in einem separaten Aufsteller im dm und nicht in der trend IT UP Theke.


Ausgewählt hatte ich für mich die 010 der Reihe. In der Flasche wirkt das Nude eher mit gelblichem Stich, was auch eigentlich gut zu meinem Hautton passt. Auf den Nägeln kommt dann (vor allem bei hellem Licht) eher ein rosanes Nude zum Vorschein. Das passt dann nicht mehr ganz so zu meiner Haut, ist aber natürlich trotzdem ein schöner dezenter Look und absolut alltagstauglich und gut kombinierbar.

Nun hat der Lack aber noch zwei Merkmale, die erwähnt werden müssen. Zum einen hat der Lack einen goldenen Schimmer, der sich natürlich mit der Kamera nicht wirklich einfangen ließ. Zum anderen trocknet er mit einem matten Satinfinish. Durch das Finish geht das Schimmern allerdings auch ein wenig verloren und kann auf den Nägeln gar nicht so zur Geltung kommen, wie in der Flasche.


Als ich anfing mit dem Lackieren, war mir das Satinfinish gar nicht bewußt. Erst als ich einen Nagel nach dem anderen lackiert habe, habe ich gemerkt, dass sich der Lack irgendwie verändert beim trocknen. Ich hatte schon befürchtet, dass er sandig wird, aber nein, er wurde nur matt. Aus reiner Gewohnheit habe ich allerdings Topcoat aufgetragen, sodass ihr das richtige Finish gar nicht seht auf meinen Bildern... Allerdings hat eine Schicht Topcoaut gar nicht ausgereicht, um den Lack zum glänzen zu bringen und so sieht es jetzt ein bisschen speckig aus.


Auftragen ließ sich der Lack ganz wunderbar. In letzter Zeit bin ich immer ein wenig hektisch beim Lackieren, weil ich zwei Welpen habe und immer mal spontan zum Pipi machen raus muss. Da wird von meinen Jungs keine Rücksicht auf nassen Lack genommen. Daher ist das mittlerweile für mich wichtig geworden, dass ein Lack keine Faxen macht. Früher war das Lackieren ja eher Entspannung für mich, aber das kommt schon noch wieder, wenn meine Jungs erst einmal etwas älter sind.

Ein bisschen dickflüssig war der Lack, ist dafür aber recht schnell getrocknet. Wie immer habe ich mich auch hier bemüht dünne Schichte zu lackieren, was beim trocknen meiner Meinung nach auch immer hilfreich ist. Die erste Schicht hat da noch  nicht so gut gedeckt. Sie war ein wenig ungeichmäßig und hier und da schimmerte noch der Nagel hervor. Mit der zweiten Schicht hat er dann aber überall schön gleichmäßig gedeckt.


Alles in allem finde ich den Lack ganz okay. Er ist für mich jetzt nicht wirklich soooo besonders. Der Schimmer geht auf den Nägeln verloren und das Satinfinish habe ich "zerstört" bevor ich es wirklich wahrgenommen habe. Somit kann ich das eigentlich gar nicht bewerten. Wenn jemand aber gerade einen Nudelack sucht, könnt ihr in dieser Reihe sicher etwas passendes für euch zu einem guten Preis-/Leistungsverhältnis finden.

Ach, eins habe ich noch vergessen: die Haltbarkeit ist wirklich gut. In letzter Zeit bleiben die Lacke bei mir ja auch etwas länger auf den Nägeln und da hat dieser Lack besser abgeschnitten als andere.